Ideale Trägerschaft für den PKD gesucht und gefunden....
die eingetragene Ärztegenossenschaft !
Zur vertragskonformen Ausübung der Pflichten benötigt der Palliativmedizinische Konsiliardienst (PKD) ab 100 Patienten eine fest einzustellende Pflegefachkraft mit der entsprechenden palliativ-care Ausbildung von 160 Stunden. Aufgabe der koordinierenden Fachkraft ist die Organisation von Dienstplänen, Qualitätszirkelsitzungen, Fortbildungen wie aber auch die Unterstützung der PKD-Mediziner in der Versorung deren Patienten. Diese Pflegekraft ist kurzerhand von der ÄGWL eingestellt worden - bedarfsabhängig können weitere Kräfte - je nach Auslastungsgrad hinzukommmen. Dies bedeutet, dass die Mitglieder im PKD von verzichtbaren Organisationsaufgaben und zusätzlichen Kosten entlastet werden und sich ganz der Palliativversorgung ihrer sterbenskranken Patienten widmen können.
Genau an dieser Stelle wird der besondere Vorteil der genossenschaftlichen Rechtsform gut sichtbar: Die Ärztegenossenschaft ermöglicht allen interessierten Palliativmedizinern eine rasche und niederschwellige Mitgliedschaft. Faxmitteilung genügt. Umständliche und kostenintensive Rechtsanwaltskosten bei Gesellschafts- und Vereinsgründungen entfallen. Über die ÄGWL können alle Organisationshindernisse eines PKD in der Aufbauphase schnell überwunden werden. Eine klare Offenlegung und Ausschüttung der vom PKD zentral einzunehmenden Ärztehonorare und Aufbaugelder des PKD wird garantiert. Hierfür bürgt nicht zuletzt auch die verlässliche und transparente Wirtschaftsprüfung der Ärztegenossenschaft durch den Rheinisch-westfälischen-Genossenschaftsverband (RWGV) mit Sitz in Köln und Münster.
Die ÄGWL ist angetreten, im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch die Kommunikationswege der PKD-Mitglieder zu unterstützen. Damit wird das Ziel angestrebt, die Versorgung von Palliativpatienten in der ländlichen Region besser zu ermöglichen. Hierzu kooperiert der PKD der ÄGWL mit weiteren Dienstleistern und der KVWL, um durch Synergismus und etablierte Strukturen Mehrwerte sowie Arbeitserleichterungen zu schaffen. Die für Südwestfalen angebotene Dienstleistung soll nicht nur auf diese Region beschränkt bleiben und ist ausbaufähig.
Es hat sich in den ersten Monaten der Arbeit längst gezeigt, dass die Versorgung durch ein elektronisch gestütztes Dokumentationssystem optimiert werden kann. Durch die Vernetzung von bisher bestehenden Einzellösungen mit der KVWL ist nun - nicht zuletzt aufgrund der vermittelnden Aktivitäten der ÄGWL - eine flächendeckende Initiative in Westfalen-Lippe geworden! Bereits in Kürze wird eine vom Palliativnetz Bochum entwickelte Software via KV-Safe-Netz für alle Palliativinitiativen in Westfalen-Lippe verfügbar sein.