Ärztegenossenschaft Nord schließt Vollversorgungsvertrag für Hausärzte gemeinsam mit dem Hausarztverband ab 12.03.2010

eingestellt von Dr. Hans-Heiner Decker

Zentrales Element dieses HzV-Vertrages ist weiterhin die primärärztliche Versorgung,
sowie die Koordinierungs-und Steuerungsfunktion durch den Hausarzt. Dieses wird
dadurch gewährleistet, dass sich die freiwillig teilnehmenden Versicherten gegenüber
der Krankenkasse verpflichten, ambulante fachärztliche Leistungen nur auf Überweisung
des von ihnen gewählten Hausarztes in Anspruch zu nehmen (Ausnahme: Gynäkologen
und Augenärzte). Vertragsziel ist es insbesondere, die Versorgungsoptimierung
durch eine konsequente Umsetzung der hausarztzentrierten Versorgung des
Patienten zu erreichen und den Patienten vor Fehlmedikationen und Doppeluntersuchungen
zu schützen. Dieser Vertrag verbindet eine flächendeckende Versorgung der Versicherten
mit einer angemessenen Honorierung der Hausärzte. Die Vergütung der Hausärzte
erfolgt weitgehend über Pauschalen. Kontaktabhängige und kontaktunabhängige
Pauschalen, sowie Zuschläge für die Behandlung chronisch Kranker bzw.  Patienten
mit besonderem Betreuungsaufwand, eröffnen dem Hausarzt künftig mehr Zeit
für seine Patienten durch weniger Verwaltungsaufwand.


Über qualifikationsgebundene Zuschläge auf die Pauschalen und wenige Einzelleistungen ist es gelungen, das
bisherige Honorarsystem der Regelversorgung durch eine zukunftsweisende Vergütung
abzulösen. Mengenbegrenzungen und Abstaffelungen gibt es in diesem System
nicht. Die Abrechnung erfolgt über eine in d ie Praxissysteme integrierte Vertragssoftware,
die rechtzeitig zum Start des Neuvertrags am 1. Juli eingerichtet sein wird.
In letzter Zeit haben alle Hausärzte ein Infopaket zum Einschreibeverfahren erhalten.
74 BKKn sind derzeit beteiligt und werden ihre Versicherten informieren. Damit
ist Schleswig-Holstein eines der ersten Bundesländer, in denen die Hausärzte durch
ihren Beitritt zum Vertrag zu einer neuen, berechenbaren Vergütung gelangen können.

 


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